Corona-Rettungsschirm und GPVG unzureichend


Müttergenesungswerk fordert verlässliche Absicherung der  
Mütter- und Mutter-Kind-Kliniken während Corona-Pandemie  


Berlin, 27. Januar 2021. Über 70 Vorsorge- und Rehabilitationskliniken im Müttergenesungswerk kämpfen seit Corona um ihre Existenz. Die Lage der Kliniken ist ernst:  Hygiene- und Abstandsmaßnahmen, Testungen, kleinere Therapiegruppen, erhöhter  Personaleinsatz und Organisationsaufwand sowie pandemiebedingte Minderbelegungen mit einer aktuellen Auslastungsquote von 40 - 80 Prozent führen zu erheblichen Mehrkosten in den Kliniken. Die Aufnahme der Kliniken in den zweiten Rettungsschirm der Bundesregierung im letzten Mai war dringend erforderlich und hilfreich.  Problematisch bleibt die Zuverlässigkeit dieser Maßnahme. Am 31. Januar läuft der  Rettungsschirm erneut aus – nicht zum ersten Mal. Zwischen 1. Oktober. und 17. November 2020 war er komplett ausgesetzt, bevor er doch wieder aktiviert wurde.  Dadurch entstand eine Regelungslücke von 6 Wochen, für die die Kliniken bisher keine  Ausgleichszahlungen erhalten. Zudem wurde die Ausgleichsquote im aktuellen Rettungsschirm von 60 auf 50 Prozent abgesenkt. Die Mütter- und Mutter-Kind-Kliniken  stehen alleine mit den Defiziten da.  

Eine Lösung sollte das am 18. Dezember 2020 vom Bundestag und Bundesrat mit großer Mehrheit verabschiedete Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz (GPVG) schaffen. Mit dem GPVG fordert der Gesetzgeber die Krankenkassen und  Kliniken explizit dazu auf, die Vergütungsvereinbarungen für Personal- und Sachkosten sowie fehlende Einnahmen durch Minderbelegung „für den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis zum 31. Januar 2021 an die durch die COVID-19-Pandemie bedingte  besondere Situation der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen anzupassen, um  die Leistungsfähigkeit der Einrichtungen bei wirtschaftlicher Betriebsführung zu gewährleisten“. Seitens der Krankenkassen ist bisher keine Bereitschaft zu erkennen,  zeitnah zu einer fairen Vereinbarung zu kommen: die verpflichtenden Vorgaben des  GPVG werden auf die Fortzahlung des Corona-Zuschlages für Hygieneartikel reduziert, den es schon vor Verabschiedung des Gesetzes gab. Die Mehrkosten für Personal, Organisation, Testungen oder Minderbelegung werden ignoriert.   

In einem Brief an Bundesgesundheitsminister Spahn bittet das Müttergenesungswerk  um Unterstützung und fordert die zügige und regelungskonforme Umsetzung des  GPVG sowie die Verlängerung des Rettungsschirmes um mindestens 3 Monate bis zum 30. April 2021. Die Sicherung der Kliniken ist kein Selbstzweck. Die Kliniken sind systemrelevant. Mütter, Väter und pflegende Angehörige sind hochgradig belastet und  gerade mit und nach Corona auf Kurmaßnahmen zur Vorsorge oder Rehabilitation im  Müttergenesungswerk angewiesen.  

Weitere Informationen und Kontakt:   
Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk  Rebekka Rupprecht  
Bergstraße 63, 10115 Berlin  
Tel.: 030 330029-0  
Fax: 030 330029-20  
presse@muettergenesungswerk.de   
www.muettergenesungswerk.de  
Facebook: @muettergenesungswerk  
Instagram: @muettergenesungswerk_mgw  
Twitter: @mgw_berlin  

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE13 7002 0500 0008 8555 04 oder online:  www.muettergenesungswerk.de/spenden  

Die Elly Heuss-Knapp-Stiftung Deutsches Müttergenesungswerk (MGW) wurde 1950 von Elly Heuss-Knapp, der Frau des ersten Bundespräsidenten, gegründet. Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist die Gesundheit von Müttern und inzwischen auch  von Vätern und pflegenden Angehörigen. Unter dem Dach des MGW arbeiten fünf Wohlfahrtsverbände bzw. deren Fachverband/Arbeitsgemeinschaft (AWO, DRK, EVA, KAG, Parität) zusammen. Besonders zeichnet sich das MGW durch ganzheitlichen und gendersensiblen Kurmaßnahmen und das Konzept der Therapeutischen Kette im MGW-Verbund aus. Diese umfasst  die kostenlose Beratung der Betroffenen bei über 1.000 Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände rund um die Kurmaßnahmen für Mütter und Mutter-Kind bzw. Väter und Vater-Kind sowie pflegende Angehörige, die Kurmaßnahme in den über 70  vom MGW anerkannten Kliniken und die Nachsorgeangebote vor Ort. Alle anerkannten Kliniken tragen das MGW-Qualitäts- siegel. Die Stiftung steht unter der Schirmherrschaft der Frau des Bundespräsidenten, Elke Büdenbender. Das Müttergenesungswerk benötigt Spenden, z. B. zur Unterstützung bedürftiger Mütter und ihrer Kinder bei der Durchführung einer Kurmaßnahme, für Beratung und Nachsorgeangebote sowie für Informations- und Aufklärungsarbeit.   


140. Geburtstag von Elly Heuss-Knapp, Gründerin des Müttergenesungswerks

Video zeigt Mutter-Kind-Kuren hautnah   

Berlin, 19. Januar 2021. Am 25.Januar vor 140 Jahren wurde Elly Heuss-Knapp geboren:  erste „First Lady“ der neugegründeten Bundesrepublik Deutschland, Visionärin und  Gründerin des Müttergenesungswerks (MGW). Auf der Homepage des MGW zeigt nun  ein neuer Film des BMFSFJ die Arbeit des MGW und die positive Wirkung von Mutter- Kind-Kuren.  

Müttergenesungswerk heute  
Elly Heuss-Knapp gründete 1950 das MGW als Stiftung und Spendenorganisation für  die Gesundheit von Müttern. Dabei gelang es ihr, die Frauenorganisationen der fünf  großen Wohlfahrtsverbände unter einem Dach zusammenzuführen. Ein modernes  Vernetzungsprojekt mit dem Ziel, das Werk mit Spenden zu finanzieren und Mütter- kuren gesetzlich zu verankern. Die Erfolgsgeschichte des MGW basiert auf dieser  Glanzleistung. Seit mehr als 70 Jahren setzt sich das Müttergenesungswerk für Mütter  – und heute auch für Väter und pflegende Angehörige – ein, sammelt Spenden, kämpft  für bessere Rahmenbedingungen und leistet Aufklärungsarbeit. Es ist der politischen  Arbeit des MGW zu verdanken, dass Kuren für Mütter und Väter als medizinische Vor- sorge- oder Rehabilitationsmaßnahmen gesetzlich verankert wurden. Die Aktualität  ist ungebrochen. Rund 50.000 Mütter, über 2.000 Väter und mehr als 70.000 Kinder  kommen jährlich in die über 70 Kurkliniken im MGW und erleben ganzheitliche und  gendersensible Kuren, die nachhaltig wirken. Über 1000 Beratungsstellen sichern  Hilfe beim Antragsverfahren für eine Kur, Vorbereitung und Nachsorge. Die Frau des  Bundespräsidenten ist seit Elly Heuss-Knapp traditionell Schirmherrin der Stiftung.  

Müttergenesungswerk im Film  
Das Müttergenesungswerk ist einzigartig und Trendsetterin für diese Kurmaßnahmen.  Von den Vorteilen und der langanhaltenden Wirkung einer Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme für Mütter, Väter oder pflegende Angehörige im Müttergenesungswerk kann man sich jetzt in einem Video des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend überzeugen. Es ist ein Geburtstagsgeschenk des Ministeriums zum Jubiläum der Stiftung.   

Video des BMFSFJ s. https://www.muettergenesungswerk.de/ .  Das Factsheet „Elly Heuss-Knapp“ finden Sie hier.   

Weitere Informationen und Kontakt:   
Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk  Rebekka Rupprecht  
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Die Elly Heuss-Knapp-Stiftung Deutsches Müttergenesungswerk (MGW) wurde 1950 von Elly Heuss-Knapp, der Frau des ers- ten Bundespräsidenten, gegründet. Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist die Gesundheit von Müttern und inzwischen auch  von Vätern und pflegenden Angehörigen. Unter dem Dach des MGW arbeiten fünf Wohlfahrtsverbände bzw. deren Fachver- band/Arbeitsgemeinschaft (AWO, DRK, EVA, KAG, Parität) zusammen. Besonders zeichnet sich das MGW durch ganzheitli- chen und gendersensiblen Kurmaßnahmen und das Konzept der Therapeutischen Kette im MGW-Verbund aus. Diese umfasst  die kostenlose Beratung der Betroffenen bei über 1.000 Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände rund um die Kurmaßnahmen für Mütter und Mutter-Kind bzw. Väter und Vater-Kind sowie pflegende Angehörige, die Kurmaßnahme in den über 70  vom MGW anerkannten Kliniken und die Nachsorgeangebote vor Ort. Alle anerkannten Kliniken tragen das MGW-Qualitätssiegel. Die Stiftung steht unter der Schirmherrschaft der Frau des Bundespräsidenten, Elke Büdenbender. Das Müttergenesungswerk benötigt Spenden, z. B. zur Unterstützung bedürftiger Mütter und ihrer Kinder bei der Durchführung einer Kurmaßnahme, für Beratung und Nachsorgeangebote sowie für Informations- und Aufklärungsarbeit.   

Diakonie Deutschland und EVA: Private Care-Arbeit ist auch eine Frage der Geschlechtergerechtigkeit und braucht deutlich mehr Unterstützung

Rund 11.000 Unterschriften an Jens Spahn für den Erhalt von Mutter-Vater-Kind- Kurkliniken
Diakonie Deutschland und EVA: Private Care-Arbeit ist auch eine Frage der Geschlechtergerechtigkeit und braucht deutlich mehr Unterstützung

Berlin, 17. Dezember 2020 - Die Corona-Pandemie hat die Familien in Deutschland vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Viele von ihnen sind mittlerweile vollkommen erschöpft. Hilfe finden Mütter, Väter und pflegende Angehörige bisher in den Kurberatungsstellen und Kliniken des Müttergenesungswerkes, u.a. des Evangelischen Fachverbands für Frauengesundheit (EVA). Durch die Pandemie sind die Kurkliniken in den vergangenen Monaten in eine ernste existenzielle Krise geraten. Nur durch intensive Bemühungen der Verbände und einzelner politischer Unterstützerinnen und Unterstützer haben sie zeitlich eng befristete finanzielle Hilfen des Bundes erhalten. Mit einer Online-Petition hatten sich die Diakonie Deutschland und EVA im Oktober für eine Verlängerung des Rettungsschirmes eingesetzt. Die Unterschriften und Kommentare der Unterzeichnenden belegen eindrucksvoll, wie wichtig und systemrelevant die Kurkliniken sind.

Anlässlich der Zuleitung der Unterschriften an Bundesminister Jens Spahn sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland: "Wer die Gesundheit von Müttern, Vätern und pflegenden Angehörigen fördern will, darf die Kurkliniken nicht im Regen stehen lassen. Die schwierige Situation der Familien und die Bedeutung privater Care-Arbeit haben in der Corona-Pandemie große öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Davon zeugen auch die in kurzer Zeit gesammelten Unterschriften. Wir müssen das wirtschaftliche Aus der wichtigen gesundheitsfördernden Angebote für Familien verhindern."

Für EVA-Vorsitzende Antje Krause ist nicht nachvollziehbar, dass ausgerechnet diese Unterstützungssysteme so um Unterstützung kämpfen müssen. "Es stellt sich die Frage: Welchen Stellenwert hat die vorrangig von Frauen und Müttern geleistete private Care-Arbeit eigentlich in der Politik und unserem Sozial- und Gesundheitswesen?"

Im nächsten Jahr wird eine neue Bundesregierung gewählt. Die Wahlprogramme der Bundestagsparteien werden sich auch an der Frage der spürbaren Wertschätzung privater Care-Arbeit und der Unterstützung für Familien messen lassen müssen.

"Dies ist eine gesellschaftliche Verantwortung. Private Care-Arbeit ist bisher vor allem weiblich und damit eine Frage der Geschlechtergerechtigkeit und der Verteilung von Macht. Wenn die Förderung von Gleichberechtigung der Geschlechter keine leere Worthülse sein soll, muss die Politik diese Fragen zukünftig deutlich mehr in den Blick nehmen", so Krause.


Weitere Informationen:
https://www.change.org/p/bundesgesundheitsminister-jens-spahn-familien-helfen-corona-rettungsschirm-f%C3%BCr-kurkliniken-verl%C3%A4ngern?utm_source=share_petition&utm_medium=custom_url&recruited_by_id=e58bb800-0c78-11eb-8ec8-4199e7f8589e

https://www.eva-frauengesundheit.de/rettungsschirm

 

 

WDR Beitrag über 70 Jahre Müttergenesungswerke

Am 23.07. wurde im WDR ein Beitrag über 70 Jahre Müttergenesungswerke gesendet.

 

Zum Beitrag in der WDR Mediathek

 

 

Müttergenesungswerk feiert 70. Jubiläum: Über vier Millionen Mütter profitierten von Kuren und gesetzlichen Rahmenbedingungen

•    Seit 1950 setzt sich die gemeinnützige Stiftung für Gesundheitsvorsorge und -
rehabilitation von Müttern ein und feiert am 31.01.2020 Jubiläum  
•    In über 1.000 Beratungsstellen mit rund 130.000 Beratungen jährlich werden  
Mütter und inzwischen auch Väter und pflegende Angehörige unterstützt  
•    Politische Erfolge: Gesetzliche Rahmenbedingungen für Kuren in Deutsch-
land sind weltweit einzigartig  

 
Berlin, 15. Januar 2020. Kuren zur Vorsorge und Rehabilitation für Mütter und Väter  gibt es nur in Deutschland – ein Verdienst der jahrzehntelangen fachlichen und politischen Arbeit des Müttergenesungswerks. Der Anspruch auf eine gesundheitliche  Maßnahme ist in Deutschland politisch im Jahr 1989 im Sozialgesetzbuch (SGB V.) ver- ankert worden. Seit 2002 gibt es eine Vollfinanzierung.   
Das Müttergenesungswerk ist die einzige Organisation, die politische Arbeit für Kurmaßnahmen für Mütter, Väter und pflegende Angehörige macht. Sie ruht sich dabei  nicht auf Erreichtem aus, sondern sichert Zugangswege, setzt innovative Qualitäts- standards für Kliniken, erreicht gesetzliche Verbesserungen und informiert Ärzt*innen  sowie Betroffene. Neuster Meilenstein: Seit 2018 gibt es erstmalig bundeseinheitliche  Attest-Formulare für Kuren.   
   
Von spendenfinanzierten Kuren zur gesetzlichen Pflichtleistung  
„Das Müttergenesungswerk ist einzigartig in der Welt. Wenn es das Müttergenesungswerk nicht schon seit 70 Jahren gäbe, man müsste es erfinden. Welche andere von  Spenden finanzierte Organisation kümmert sich so wunderbar um Mütter und mittlerweile auch um Väter und pflegende Angehörige? Sie alle, die dringend mal eine Pause  vom aufreibenden Alltag brauchen, können mithilfe des Müttergenesungswerkes  durchatmen und sich eine Auszeit nehmen, damit sie nach der Kur wieder gestärkt für  ihre Familien da sein zu können“, so Elke Büdenbender, Schirmherrin des Müttergenesungswerks. Sie setzt mit Überzeugung die Arbeit der Gründerin Elly Heuss-Knapp, der  Frau des ersten Bundespräsidenten, fort. Die legte 1951 mit ihrer Rede vor dem Deutschen Krankenkassentag den Grundstein für die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen und erreichte mit den Spendensammlungen rund um den Muttertag,  dass tausende Mütter für die Kur unterstützt werden konnten.   
„Die Gesundheit von Müttern, Vätern und pflegenden Angehörigen in den Familien zu  stärken ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Das Müttergenesungswerk ist  wichtige Partnerin für eine moderne Gesundheitspolitik für Familien und setzt die notwendigen Akzente. Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie kann man nicht  ohne gesundheitliche Unterstützung und gesetzliche Rahmenbedingungen denken“,  sagt die Kuratoriumsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler, die seit  November 2019 dieses Ehrenamt bekleidet.   

Hochaktuelle Themen: Das Müttergenesungswerk als Trendsetterin
 
Wohin wenden sich Väter, die gesundheitlich unter Dauerbelastung leiden? Wie können pflegende Angehörige unterstützt werden? Diesen hochaktuellen Themen widmet sich das Müttergenesungswerk heute. Jährlich nehmen fast 50.000 Mütter, an die 2.000 Väter und mehr als 70.000 Kinder an Mütterkuren, Mutter-Kind-Kuren und Vater-Kind-Kuren in über 70 Kurkliniken im Müttergenesungswerk teil. Die Organisation fordert aktuell eine Verbesserung der gesetzlichen Zugangsbedingungen für Pflegende  zu Kuren zur Vorsorge. Rund 700 pflegende Angehörige nehmen die spezifischen Kuren in Anspruch.   
Das Müttergenesungswerk kann bei der konzeptionellen Arbeit als Trendsetterin bezeichnet werden. Denn: Die Organisation hat bundesweit einzigartige gendersensible  Kuren für Mütter und Väter entwickelt und ist mit der geschlechtsspezifischen Gesundheitsforschung vernetzt. In über 1.000 Beratungsstellen bei den Wohlfahrtsverbänden unterstützen Beraterinnen und Berater Betroffene bei der Beantragung und  Vorbereitung  und  organisieren  Kurnachsorge.  Dabei  werden  auch  einkommensschwache Menschen finanziell unterstützt – soweit die Spendenmittel reichen. Die Beratungsstellen und -kapazitäten sinken jedoch kontinuierlich, da es keine öffentliche  Förderung dieser Arbeit gibt. Das Müttergenesungswerk fordert daher den gesetzlichen Anspruch auf vor- und nachstationäre Kurberatung und Begleitung. Kontinuier- liche Lobbyarbeit für Mütter, Väter und pflegende Angehörige ist ein ebenso wichtiger  Stiftungszweck, wie konkrete Hilfe von Betroffenen vor Ort – eine wichtige Aufgabe,  die nur im Netzwerk realisiert werden kann. Unter dem Dach des Müttergenesungswerks arbeiten fünf Organisationen eng zusammen: die Arbeiterwohlfahrt, der Paritätische Wohlfahrtsverband, das Deutsche Rote Kreuz, der Evangelische Fachverband  für Frauengesundheit e.V. sowie die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung e.V.    

Am Vortag des Jubiläums oder auf Anfrage vorab senden wir Ihnen eine ausführliche Pressemappe mit Informationen zur Historie der Organisation.  

Weitere Informationen und Kontakt:   
Elly Heuss-Knapp-Stiftung Deutsches Müttergenesungswerk  Isabel von Vegesack, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit  
Bergstraße 63, 10115 Berlin  
Tel.: 030 330029-15  
Fax: 030 330029-20  
presse@muettergenesungswerk.de   
www.muettergenesungswerk.de  
Facebook: @muettergenesungswerk  
Instagram: @muettergenesungswerk_mgw  

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE13 7002 0500 0008 8555 04 oder online: www.muettergenesungswerk.de/spenden  

Die Elly Heuss-Knapp-Stiftung Deutsches Müttergenesungswerk (MGW) wurde 1950 von Elly Heuss-Knapp, der Frau des ersten Bundespräsidenten, gegründet. Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist die Gesundheit von Müttern und inzwischen auch  von Vätern und pflegenden Angehörigen. Unter dem Dach des MGW arbeiten fünf Wohlfahrtsverbände bzw. deren Fachver- band/Arbeitsgemeinschaft (AWO, DRK, EVA, KAG, Parität) zusammen. Besonders zeichnet sich das MGW mit dem MGW-Qualitätssiegel in allen anerkannten Kliniken und durch das Konzept der Therapeutischen Kette im MGW-Verbund aus. Diese  umfasst die kostenlose Beratung der Betroffenen bei über 1.000 Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände für Fragen rund  um die Kurmaßnahmen für Mütter und Mutter-Kind bzw. Vater-Kind sowie pflegende Angehörige, die Kurmaßnahme in den über 70 vom MGW anerkannten Kliniken und die Nachsorgeangebote vor Ort. Die Stiftung steht unter der Schirmherrschaft  der Frau des Bundespräsidenten, Elke Büdenbender. Das Müttergenesungswerk benötigt Spenden, z. B. zur Unterstützung  bedürftiger Mütter und ihrer Kinder bei der Durchführung einer Kurmaßnahme, für Beratung und Nachsorgeangebote sowie  für Informations- und Aufklärungsarbeit.   

Müttergenesungswerk legt Datenreport vor: Mütter und Väter sehr belastet

Müttergenesungswerk fordert gesetzlichen Anspruch auf Kurberatung

Berlin, 11. Juli 2019. Im Jahr 2018 wurden 131.000 Mütter und 6.000 Väter in den rund 1.200 Beratungsstellen bei den Wohlfahrtsverbänden im Verbund des Müttergenesungswerks (MGW) beraten und 65.000 von ihnen schließlich bei einem Kurantrag unterstützt – mehr als im Vorjahr. Der Trend zeigt, dass ein hoher Bedarf für die niedrigschwellige kompetente Beratung bei der Beantragung einer Mutter- oder Vater-Kind-Kur besteht und stark nachgefragt wird.
Warum brauchen Mütter und Väter eine Kur?
Rund 50.000 Mütter und Väter nehmen an Mütterkuren, Mutter-Kind-Kuren oder Vater-Kind-Kuren in den Kliniken im Müttergenesungswerk teil. Befragungen des MGW zeigen, dass sie aus einem Katalog an gesundheitlichen Störungen durchschnittlich fünf bis acht angeben. Am häufigsten werden starke Erschöpfung, Schlafstörungen und Rückenbeschwerden genannt. Gefragt nach den Belastungen im Alltag, werden im Schnitt vier bis fünf angegeben: Insbesondere ständiger Zeitdruck und die mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf belasten Mütter und Väter. 83 Prozent der Mütter sind erwerbstätig, fast 50 Prozent in Teilzeit – daneben sind sie in den meisten Fällen die Hauptverantwortlichen für Haushalt und die Organisation der Familie. Das belastet und kann krankmachen, insbesondere wenn die Anerkennung dafür fehlt, wie bis zu 37 Prozent der Mütter angeben.
Väter arbeiten zu 76 Prozent Vollzeit. Sie belastet vor allem die Herausforderung, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. In den Kuren geben Väter häufig an, vor allem die Beziehung zu ihren Kindern stärken zu wollen. Mütter haben häufig das Bedürfnis, stressfreie Zeit für sich alleine und mit ihren Kindern zu bekommen.
Beratungsstellen unterstützen Mütter und Väter – und sind erfolgreich
Anne Schilling, Geschäftsführerin des MGW, betont: „Kuranträge über Beratungsstellen haben eine hohe Erfolgsquote. Durch ihre Kompetenz und ihren Einblick erreichen die Beraterinnen und Berater eine deutlich geringere Ablehnungsquote.“ In den Beratungsstellen im MGW-Verbund liegt diese seit drei Jahren bei konstanten 11 Prozent, während die Statistik der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einen Wert von 16,5 Prozent ausweist. Dies zeigt die hohe Bedeutung der Beratungsstellen bei der kostenlosen Unterstützung der betroffenen Mütter und Väter. Bei einer Ablehnung des Kurantrags helfen sie zudem bei einem Widerspruch. Und dies zahlt sich aus: 70 Prozent der Widersprüche waren 2018 erfolgreich.
Im Schnitt werden Mütter und Väter von ihrer Beratungsstelle drei bis fünf Stunden unterstützt – und dies in einem ganzheitlichen Prozess, der die individuelle Lebenssituation und die Bedürfnisse in den Fokus stellt. Das schließt die eventuelle Unterstützung durch Spendenmittel ein, damit die Kur überhaupt angetreten werden kann. Nachsorgeangebote runden die Beratung ab.
Väter müssen besonders um ihre Kur kämpfen: Die Ablehnungsquote ist mit 17 Prozent höher als bei den Müttern. Im Widerspruchsverfahren und mit Unterstützung der Beratungsstellen sind 66 Prozent der Widersprüche erfolgreich.


Müttergenesungswerk fordert gesetzlichen Anspruch auf Kurberatung
Kuren für Mütter und Väter sind das einzige spezifische gesundheitliche Versorgungsangebot für Familien. Alle Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen den hohen Bedarf der Betroffenen. Das Müttergenesungswerk fordert deshalb den gesetzlichen Anspruch von Müttern und Vätern auf Beratung vor und nach der Kur. Denn trotz des steigenden Bedarfs und der hohen Zahl an Beratungen sinkt das kostenlose Beratungsangebot bei den Wohlfahrtsverbänden stetig. Der Grund: Es gibt keine öffentliche Finanzierung und keine gesetzliche Grundlage für die Arbeit der Beratungsstellen. Das Müttergenesungswerk hat 2018 dieses Thema in den politischen Raum getragen und wird sich im Sinne der Mütter und Väter politisch dafür einsetzen.
Weitere Informationen stehen im Datenreport 2019 oder auf der Website unter www.muettergenesungswerk.de.
Weitere Informationen und Kontakt:
Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk
Anita Strüby, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
Bergstraße 63, 10115 Berlin Tel.: 030/33 00 29-15 Fax: 030/33 00 29-20
presse@muettergenesungswerk.de
www.muettergenesungswerk.de
Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE13 7002 0500 0008 8555 04 oder online:
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Altersarmut ist weiblich – Evangelische Organisationen zum Equal Pay Day

Stein, 15.03.2018 Mit einer gemeinsamen Positionsbestimmung haben mehrere evangelische Organisationen zur Lohnlücke zwischen Frauen und Männern Stellung bezogen. Anlass ist der Equal Pay Day – der Tag im Jahr, bis zu dem Frauen statistisch gesehen umsonst arbeiten. Er fällt in diesem Jahr auf den 18. März. In dem vom FrauenWerk Stein, der Diakonie Bayern, dem Kirchli-chen Dienst in der Arbeitswelt, den Evangelischen Frauen in Bayern und dem Referat für Chancengleichheit der Evangelischen Kirche in Bayern verabschiedeten Papier heißt es, eine "fatale Kombination aus traditioneller Arbeitsverteilung und fragmentierter Erberwerbsbiographie führt dazu, dass Frauen vor allem im Alter deutlich stärker von Armut bedroht sind als Männer."
Der so genannte "Gender Gap" beträgt dem Statistischen Bundesamt zufolge in Deutschland 21 Prozent. Im Alter wird der geschlechtsspezifische Unterschied zwischen Frauen und Männern sogar noch größer: So betrug die Altersrente 2016 bei den Männern im Durchschnitt 1.096 Euro, bei den rund 372.300 Neurentnern waren es rund 1.008 Euro. Die Höhe der durchschnittlichen Alters-rente bei den Frauen belief sich dagegen nur auf 665 Euro, die der 411.400 Neurentnerinnen auf 681 Euro. In keinem anderen OECD-Land ist das Gefälle zwischen Rentnerinnen und Rentnern so hoch. Die Rentenlücke – der "Gender Pension Gap" – liegt bei über 50 Prozent.
"Das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern ist noch längst nicht erreicht – das zeigen der Equal Pay Gap und der Gender Pension Gap", so Michaela Wachsmuth, geschäftsführende Vor-ständin im FrauenWerk Stein. "Frauen müssen dafür weiter kämpfen". Nach Ansicht der zeichnenden Organisationen ist die "gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen nach christlicher Überzeugung ein Gebot der Gerechtigkeit." Existenzsicherung und Anerkennung menschlicher Arbeit gehören nach evangelischer Auffassung zu den fundamentalen Bedingungen einer gerechten Gesellschaft. Im Positionspapier heißt es weiter: "Chancen- und Geschlechtergerechtigkeit sind zentrale Anliegen, für die wir gemeinsam eintreten."
Der "Equal Pay Day" bezeichnet den Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen. An diesem Tag wird auf den bestehenden Gender Pay Gap (GPG) – den geschlechterspezifischen Lohnunterschied – aufmerksam gemacht. Der Aktionstag markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. 2018 ist der Equal Pay Day am 18. März.


Das vollständige Positionspapier sowie Interviews mit von Altersarmut bedrohten bzw. betroffenen Frauen finden Sie unter www.fachstelle-frauenarbeit.de


Hintergrund:
Das FrauenWerk Stein e.V. ist ein Verein in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB). Die ELKB hat die evangelische Frauenarbeit an den Verein übertragen. Das FrauenWerk Stein versteht sich als Lobby für Fraueninteressen in der bayerischen Landeskirche.


Kontakt:
Dr. Andrea König, Leiterin der Fachstelle für Frauenarbeit, FrauenWerk Stein e.V. in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, Deutenbacher Str. 1, 90547 Stein, Fon: 0911 6806-135, Mail: koenig@frauenwerk-stein.de

 

 

 

100 Jahre Frauenwahlrecht: Elly Heuss-Knapp stärkte die Frauen

Die Gründerin des Müttergenesungswerks war eine politische Frau
Berlin, 25. Januar 2018. „Frauen werbt und wählt, jede Stimme zählt, jede Stimme wiegt, Frauenwille siegt!“ Mit diesem Slogan warb Elly Heuss-Knapp für die erste Wahl von Frauen nach Einführung des Frauenwahlrechts 1918. Zeit ihres Lebens war sie sozial und politisch engagiert und setzte sich v.a. für Frauen und Familien ein – gekrönt hat sie ihr Wirken viele Jahre später mit der Gründung des Müttergenesungswerks.
Am 25. Januar 1881, heute vor 137 Jahren, wurde Elly Heuss-Knapp, Deutschlands erste First Lady, in Straßburg geboren. Noch während ihrer Studienzeit begann sie, politische Vorträge zu halten. Als Frauen 1919 das erste Mal wählen durften, engagierte sie sich im überparteilichen Ausschuss der Frauenverbände für die Wahlkampagne. In einem Brief an ihre Schwester schrieb sie: "Jetzt bin ich sehr an der Arbeit; Propaganda für die Frauenverbände Deutschlands. Fabrik von Flugblättern, Versen etc. […]. Für Ausübung des Wahlrechts aller Frauen". Zudem ließ sie sich auch selbst als Kandidatin für die Wahl zur Nationalversammlung aufstellen.
Was damals ein Novum war, ist heute eine Selbstverständlichkeit. Auch in der Sozialpolitik hat Elly Heuss-Knapp Spuren hinterlassen. Mit der Gründung des Müttergenesungswerks 1950 wurde die Gesundheit von Müttern, ihre Belastungen und die Notwendigkeit von Kurmaßnahmen ein politisches Thema. 1989 ist es der Stiftung schließlich gelungen, diese Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen im Sozialgesetzbuch zu verankern. Heute sind Mütterkuren, Mutter-Kind-Kuren und auch Väter- und Vater-Kind-Kuren Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen.
Die Vision der vernetzten Arbeit für die Gesundheit von Müttern führt das Müttergenesungswerk als gemeinnützige Stiftung im Verbund mit den Wohlfahrtsverbänden bzw. deren Fachverband/ Arbeitsgemeinschaft fort. Im Sinne von Elly Heuss-Knapp werden Mütter, Väter und pflegende Angehörige bei Kurmaßnahmen individuell – ggf. auch mit Spenden – unterstützt. Zudem setzt sich das Müttergenesungswerk strukturell und politisch für bessere Rahmenbedingungen ein.


Weitere Informationen und Kontakt:
Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk
Bergstraße 63, 10115 Berlin
Ansprechpartnerin: Anne Schilling
Tel.: 030 3300290
presse@muettergenesungswerk.de
Kurtelefon: 030 33002929
www.muettergenesungswerk.de
www.muettergenesungswerk.de/jetzt-spenden


Spendenkonto: IBAN: DE13 7002

Müttergenesungswerk rät: Wunsch- und Wahlrecht bei Kurmaßnahmen nutzen

Berlin, 30. November 2017. Das Wunsch- und Wahlrecht der gesetzlich Versicherten wurde 2015 durch das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz gestärkt und ausdrücklich auf Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen bzw. auch Vater-Kind-Kurmaßnahmen zur Vorsorge- und Rehabilitation ausgeweitet.
„Wir raten Müttern, dieses Recht den Krankenkassen gegenüber unbedingt wahrzunehmen und ihren Klinikwunsch mit dem Antrag einzureichen“, empfiehlt Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes. „Die Wahl der ‚richtigen‘ Klinik ist wichtige Voraussetzung für den gesundheitlichen und nachhaltigen Erfolg der Kurmaßnahme.“
Neben der medizinischen Indikation gibt es weitere wichtige Kriterien für die Klinikwahl: Zum Beispiel bestimmte Therapieformen, eine Spezialisierung oder auch Schwerpunktkurmaßnahmen aus dem psychosozialen Bereich, eine Kurmaßnahme an der ausschließlich Mütter teilnehmen, eine konfessionelle Klinik, Bedingungen der Kinderbetreuung oder auch die Größe oder die Entfernung der Klinik.
All diese Wünsche sind berechtigt und tragen zum Kurerfolg bei. Gesetzlich entscheiden Krankenkassen über die Bewilligung eines Kurantrags und über den Ort und Zeitpunkt einer Kurmaßnahme. Dabei sind sie jedoch verpflichtet, den „berechtigten Wünschen“ der Versicherten zu entsprechen. Die von der Krankenkasse bewilligte Kurmaßnahme muss „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ sein. Doch das Wirtschaftlichkeitsgebot, mit dem die Krankenkassen argumentieren, bedeutet nicht, dass ausschließlich das billigste Angebot auszuwählen ist. Der Gesundheitserfolg steht im Vordergrund.
In der Praxis werden die Wünsche von Müttern mit dem Wirtschaftlichkeitsgebot allein auf den Preis reduziert. In der Begutachtungs-Richtlinie Vorsorge und Rehabilitation des Medizinischen Dienstes, die das Müttergenesungswerk 2012 mitverhandelt hat, wurde ausdrücklich formuliert, dass der Preis nicht das alleinige Kriterium sein darf. Inzwischen gibt es sogar Fälle, in denen Mütter von ihrer Krankenkasse eine eingeschränkte „Klinik-Liste“ erhalten, auf der Kliniken, die ggf. einen höheren Tagessatz haben, nicht enthalten sind. Teilweise werden Mütter auch aufgefordert, die Mehrkosten für die gewünschte Klinik zu übernehmen. Dies ist eindeutig rechtswidrig.
Das Müttergenesungswerk kritisiert diese Vorgehensweise und bittet Krankenkassen um eine verantwortungsvolle Umsetzung des Wunsch- und Wahlrechts im Sinne des Gesetzgebers. Für Mütter, die beim Kurantrag eigentlich schon keine Kraft mehr haben, ist diese Hürde hoch, betont Schilling. „Die Stärkung des Wunsch- und Wahlrechtes, die der Gesetzgeber bewusst gewollt hat, wird damit konterkariert. Gegebenenfalls bedarf es weiterer gesetzlicher Verbesserungen und Klarstellungen.“
Die bundesweit 1.200 Beratungsstellen bei den Wohlfahrtsverbänden im Verbund des Müttergenesungswerks unterstützen Mütter und Väter bei allen Fragen rund um die Kurmaßnahme, beim Antragsverfahren und auch bei der Vorbereitung auf die Kur bzw. bei der Nachsorge.
Weitere Informationen und Kontakt:
Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk
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